Kategorie: Studium


Diesmal hab ich eine Ausrede!

15. September 2009 - 16:42 Uhr

Meistens hatte ich in der Vergangenheit, wenn ich mal nicht gebloggt habe, kaum mehr als die typische Faulheit vorschieben.  Diesesmal hab ich aber gleich mehrere Gründe, die mein Nicht-Blogging irgendwie erklären können. Numero Uno ist die Tatasache, dass ich die letzten Monate jede Woche in der Uni war. Nicht immer jeden Tag, aber sehr häufig und auch sehr lange. Ich habe nämlich in diesen vorlesungsfreien Zeiten das Ziel, drei Hausarbeitenscheine hintereinander abzuarbeiten. Die haben sich bei mir irgendwie immer prokrastiniert, so dass ich jetzt einfach mal ran  musste. Nachdem ich gestern nun die zweite Hausarbeit abgegeben habe, habe ich jetzt eine Woche Zeit, bis am Montag der nächste Sachverhalt auf mich wartet. Ergebnisse habe ich übrigens noch keine, da warte oich selber sehr gespannt drauf.

Der andere Grund ist einfach der: Es ist Wahlkampf. Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte, es sind am 27.09. nicht nur Bundestagswahlen, sondern auch Landtagswahlen. Und da muss ich natürlich dafür streiten, dass meine Kandidaten auch vernünftig abschneiden, zumindest im Rahmen meiner bescheidenen Mittel. Eine Aufgabe, die ich übernommen habe bzw. die mir so im Halbsatz von Stecki angetragen wurde, ist die Internetpräsenz meines Landtagskandidaten Mark-Oliver Potzahr. Am Anfang hab ich mich ein wenig schwer getan, aber nach ersten Startschwierigkeiten hab ich was ganz vernünftiges auf die Beine gestellt. Um ehrlich zu sein: Ich finde die Seite sehr sehenswert. Die Seite läuft unter WordPress und nach vielen Versuchen nach anderen Themes auf dem selben Arthemia Theme wie ziebke.net. www.potzahr.de ist allerdings deutlich individualisierter als meine eigene Seite, etwas was recht zeitintensiv und mit Handarbeit verbunden war, aber sehr schöne Anregungen für diese Seite hier geliefert hat.

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Halbzeit im Praktikum

4. Dezember 2008 - 13:28 Uhr

Seit dem 03. November befinde ich mich im Rahmen meiner zu absolvierenden juristischen Pflichtpraktika in der Rechtsabteilung der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG, wohl eher bekannt als VHH. Kleiner Tipp: Wer das ganze jetzt noch nicht zuordnen kann, möge mal auf die Busse im Osten Hamburgs schauen, welche drei Buchstaben sich dort in Silber meist wiederfinden. Kurzum: Ein Konzernunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, welches im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) den östlichen Bereich von Hamburg und die umliegenden Kreise bedient. Wer näheres zur VHH AG wissen möchte, der sei gerne auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag verwiesen.
Vor meiner Bewerbung war ich etwas am zweifeln, ob ich, der nie wirklich Spaß an Zivilrecht hatte, gleich in eine Rechtsabteilung gehen sollte, die schließlich eine Unternehmensgruppe mit knapp 1600 Mitarbeitern betreut.
Aber ich muss sagen, dass ich diese Entscheidung nach der Hälfte der Zeit noch nicht im Ansatz bereut habe, ganz im Gegenteil. Ich habe festgestellt, dass ich mich doch schneller als erwartet in für mich neue und spezielle Rechtsgebiete einarbeiten kann, als Beispiel sei hier das Internationale Privatrecht mit Hinblick auf die speziellen Anforderungen Dänemarks genannt.
Was mich vor allem in der Konzernjuristerei reizt, ist der Anspruch, Probleme im Vorwege kreativ zu erkennen und zu helfen, diesen aus dem Weg zu gehen. Im Studium geht es meist um Fälle, die aus der Retrospektive betrachtet werden und bei denen die Kreativität darin endet, interessante Begründung die eigene Meinung zu finden. Hier darf man manchmal etwas um die Ecke denken, muss aber auch den Ansprüchen des privatwirtschaftlich organisierten Unternehmens gerecht werden. Dieses Spannungsfeld ist sehr interessant.
Aus rein juristisch-theoretischer Sicht bewertet man Dinge meist anders, als es in der Praxis umzusetzen möglich wäre. 
Neben den Anforderung meiner Tätigkeit an sich sind aber auch alle Rahmenbedingungen hier sehr gut: Nette Kollegen, flexible Arbeitszeiten, annehmbare Arbeitswege und ein schönes Büro (Bild folgt).

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“Die Uni-Tage” oder “Wie verärgere ich meine Studenten?”

19. November 2007 - 20:50 Uhr

Heute war mal wieder ein Tag zum Abgewöhnen. Es war morgens schon nicht sonderlich bestechendes Wetter, das Wochenende war vollgepackt mit politischen Terminen, sodass an Entspannung auch nicht sonderlich zu denken war.

Aber in sklavischem Arbeitseifer habe ich mich aus dem Bett gequält, mich unter die Dusche gestellt und ins Auto gesetzt. Der Tage begann hervorragend mit einem knapp einstündigen Stau, so dass ich mich mental schon von der ersten Vorlesung verabschiedete. Aber ich war immer noch guten Mutes, dass es doch noch ein angenehmer Tag werden sollte. An dem Park-and-Ride-Parkhaus Steinfurther Allee angekommen, durfte ich feststellen, dass irgendwelche Handwerker die Auffahrt blockierten. Nachdem diese nicht den Anschein machten, dies zeitnah wieder freizugeben, tastete ich mich dann über die Parkhausausfahrt vor und konnte dann über die Hintertür quasi das Parkhaus befahren. Ein Arbeitseinsatz am Sonntag, wenn niemand zur Arbeit muss, ist offensichtlich noch niemanden in den Sinn gekommen, aber dies ist eine andere Geschichte, über die ich mich hier nicht auslassen möchte…

Endlich an der Universität angekommen steuerte ich zielstrebig am ESA-Gebäude vorbei Richtung Philturm, nicht ohne das riesenhafte Transparent wahrzunehmen, das die Hamburger Uni-Tage geradezu jedem Vorbeigehenden auf die Hinrückwand einbrannte. Keine bösen Hintergedanken habend, wuselte ich mich zwischen den ganzen Möchtegern-Studenten hindurch zu meinem Hörsaal.

Mein Hörsaal heute...

Mich traf fast der Dahlschlag, als ich, nachdem ich mich unter laustarker Verkündigung meines ordentlichen eingeschriebenen Studenstatus’ und der Ankündigung, mich ernsthaft bilden zu wollen durch Massen von Nicht-Studenten gedrängt hatte und meinen Hörsaal betrat, der, nicht nur ungewöhnlich voll war, sondern auch mit einem großen Schild versehen wurde, das verkündete, man werde hier eine Infoveranstaltung zum Thema “Wirtschaftsingenieurwesen” halten.

Ich hatte mich also umsonst aus meinem warmen Bett bequemt, im Stau gestanden, Parkhausschergen umkurvt, ne halbe Stunde in der U-Bahn verbracht und wegen der ganzen Verspätungen auch noch im Eilmarsch die Strecke vom Dammtor zum Phil-Turm absolviert, damit ich wieder nach Hause fahren durfte. Denn, wie sollte es anders sein, die allerletzte Vorlesung, die noch an diesem Tage anstand, fiel natürlich auch noch aus.

Nun sollte man denke, die Fakultät informiert ihre lieben, eifrigen Studenten mit der Absicht, so etwas zu vermeiden. Dies hat sie dann auch getan. Nicht über das glorreiche Stine, nicht über eine E-Mail an den vergangenen Tagen, mit der Vorwarnung, es könnte etwas ausfallen, nein, durch eine kleine Ankündigung heute morgen um 09.00 auf unserem digitalen “Schwarzen Brett”, also zu einer Zeit, wo ich gerade dabei war, meine vollkommen überflüssige Fahrt anzutreten. Dass ich dies bei Dieselpreisen von 1,269 € pro Liter gerne vermieden hätte, sollte auch dem allerletzten Verwaltungsmokel an der Fakultät oder der Universität klar sein…

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