{"id":504,"date":"2013-10-30T09:36:26","date_gmt":"2013-10-30T08:36:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ziebke.net\/blog\/?p=504"},"modified":"2013-11-26T14:03:11","modified_gmt":"2013-11-26T13:03:11","slug":"lehren-aus-der-causa-gaschke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ziebke.net\/blog\/2013\/10\/30\/lehren-aus-der-causa-gaschke\/","title":{"rendered":"Lehren aus der Causa Gaschke"},"content":{"rendered":"<p>Susanne Gaschke ist von ihrem Amt als Oberb\u00fcrgermeisterin der Stadt Kiel zur\u00fcckgetreten. Damit endet ein knappes Jahr nicht sonderlich gl\u00fccklicher Arbeit als Oberb\u00fcrgermeisterin und zur\u00fcck bleibt die Frage: Welche Lehren zieht man daraus?<\/p>\n<p>Wenn man die Pressekonferenz von Susanne Gaschke verfolgt hat, dann kommt einem in den Sinn: Schuld sind immer die Anderen. Das \u201ezerst\u00f6rerische Spiel\u201c, die Hetzjagd, die b\u00f6sen Funktion\u00e4re. Und nat\u00fcrlich auch die &#8222;testosterongesteuerte Politik\u201c.<\/p>\n<p>Glaubt Frau Gaschke wirklich, eine Entscheidung, einem Schuldner, der laut Presseberichten nicht so schlecht darsteht, wie es den Anschein machen soll, die H\u00e4lfte seiner Forderung, mithin 3,7 Millionen Euro, zu erlassen, h\u00e4tte au\u00dferhalb der b\u00f6sen Politik keine Kritik ausgel\u00f6st? Wenn Frau Gaschke in \u00e4hnlicher Manier in einem Unternehmen der freien Wirtschaft gehandelt h\u00e4tte, w\u00e4re es deutlich schneller zu einer Reaktion gekommen.<\/p>\n<p>Es\u00a0 d\u00fcrfte nun wirklich so ziemlich jedem klar sein: Frau Gaschke konnte es einfach nicht.<br \/>\nUnd hier nun die verbl\u00fcffende Erkenntnis: Schuld sind tats\u00e4chlich die Anderen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die Direktwahlen von Oberb\u00fcrgermeistern ohne jede Qualifikationserfordernisse erm\u00f6glicht haben und somit den Eindruck erweckt haben, es reicht, ein charismatischer Wahlk\u00e4mpfer zu sein.<br \/>\nDiejenigen, die sie innerparteilich aufgestellt haben, eine Journalistin ohne Verwaltungserfahrung als potentielle Chefin von 4.500 Personen.<br \/>\nUnd &#8211;\u00a0 das muss man so ehrlich auch sagen &#8211; diejenigen, die sie gew\u00e4hlt haben, ohne zu hinterfragen, ob jemand, der \u00fcber \u201eDie Welt in B\u00fcchern. Kinder, Literatur und \u00e4sthetische Wirkung\u201c promoviert hat, wirklich geeignet ist, eine solche Verwaltung zu leiten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat der ein oder andere, gerade aus der Schleswig-Holsteinischen SPD, etwas sch\u00e4rfer kritisiert als es \u00fcblich ist. Aber mal ehrlich: Hat Frau Gaschke bei Ralf Stegner wirklich etwas anderes erwartet?<\/p>\n<p>Was ist die logische Konsequenz: Direktwahlen f\u00fcr hauptamtliche (Ober)B\u00fcrgermeister sollten wieder abgeschafft werden. Bei Landr\u00e4ten hat man diesen Irrweg erkannt und man sollte auch hier so konsequent sein, falsche Wege zu verlassen.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister sind nicht die Stadtoberh\u00e4upter, die ersten B\u00fcrger einer Stadt. Sie sind die Leiter der Verwaltung. In Niedersachsen hat man daher den passenderen Titel \u201eStadtdirektor\u201c. Es ist kein Honoratiorenposten f\u00fcr verdiente W\u00fcrdentr\u00e4ger. F\u00fcr alle diese Dinge gibt es die Stadtpr\u00e4sidenten und B\u00fcrgervorsteher.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde keinen B\u00e4cker meine Haare schneiden lassen. Oder keinen Rechtsanwalt mein Auto lackieren lassen. Und eben auch keine Journalistin eine \u00f6ffentliche Verwaltung von 4.500 Leute leiten lassen.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/jush-blog.de\/2013\/10\/lehren-aus-der-causa-gaschke\/\" target=\"_blank\">Dieser Beitrag<\/a> ist zuerst auf <strong>Ins Schwarze<\/strong>, dem Blog der Jungen Union Schleswig-Holstein erschienen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susanne Gaschke ist von ihrem Amt als Oberb\u00fcrgermeisterin der Stadt Kiel zur\u00fcckgetreten. Damit endet ein knappes Jahr nicht sonderlich gl\u00fccklicher Arbeit als Oberb\u00fcrgermeisterin und zur\u00fcck bleibt die Frage: Welche Lehren zieht man daraus? Wenn man die Pressekonferenz von Susanne Gaschke verfolgt hat, dann kommt einem in den Sinn: Schuld sind immer die Anderen. 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