Kommunalpolitik
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Ist Respekt denn so schwierig?

Schon seit einer ganzen Weile habe ich kein kommunalpolitisches Thema mehr verbloggt. Der Grund ist ganz einfach: Ich bin mit der Kommunalwahl 2013 als Stadtverordneteter ausgeschieden und bringe mich derzeit eher anderweitig ein. Gleichwohl verfolge ich in meiner Heimatstadt Reinbek noch immer die Themen mit einem gewissen Interesse.

Ein Thema, welches sehr lange und intensiv und darüber hinaus (unnötigerweise) sehr emotional diskutiert wurde, ist das Thema Feuerwehrgerätehaus für die Reinbeker Ortswehr. Ich will das Thema hier nicht darlegen, es gibt viele Vorlagen und Presseberichte aus den letzten Jahren, aber seit kurzem scheint eine Einigung erzielt. Wenn in einer Sachfrage, die so intensiv und kontrovers diskutiert wurde, ein Ergebnis greifbar ist, ist aber auch jedem klar, dass nicht alle Beteiligten zufrieden sind. Das liegt am Wesen der Politik, die in erster Linie aus Konsensfindung besteht.

Nun kann es auch immer Personen geben, die dieses Ergebnis nicht mittragen können. Auch das halte ich in einer Demokratie für legitim. Was mich nun aber wirklich ernsthaft stört und auch ärgert, ist die Art und Weise, wie dann diskutiert wird. Dies ist nun kein Reinbeker Phänomen – gerade in den Kommentaren von Onlinemedien tummelt sich dermaßen viel Hass, meist gepaart mit gefährlichem Halbwissen, dass ich denn Sinn dieser „Diskussionsmöglichkeiten“ nicht mehr sehe.

Aber bei einer der öffentlichen Diskussionen auf der Facebookseite der Feuerwehr Reinbek hört für mich der „Spaß“ dann auch irgendwo auf. Bei diesen Textstellen habe ich auch kein Verständnis mehr:

zeigt bereits seit Jahren, dass er zu den senileren und egoistischsten Personen im Reinbeker Stadtparlament gehört.

Diktator des Bauausschusses

vollends senil und unzurechnungsfähig

Rechthaberei bei gleichzeitigem Unverständnis für das Thema

Pflege seiner Profilneurosen, Rechthaberrei und Altersstarrsinn

Es ist das eine, wenn man eine Angelegenheit mit Herzblut verfolgt. Aber wenn man dabei nicht in der Lage ist, sich zu äußern, ohne in Beleidigungen zu verfallen, dann sollte man es lieber lassen. Die krönende Tatsache, dass ein Zitat von einem aktiven und mehrere von einem ehemaligen Kommunalpolitiker stammen, lässt mich nur noch müde und fassungslos mit dem Kopf schütteln.

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