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Alle Texte vollständig und in zeitlicher Reihenfolge.

Die Telekom und Netzneutralität

Die Telekom hat angekündigt, bei Neuverträgen ab dem 02. Mai künftig die Möglichkeit einzuschließen, nach Überschreiten einer entsprechenden Datenmenge die Geschwindigkeit des Internetzugangs zu begrenzen. Für sich genommen ist zwar noch kein Angriff auf die grundsätzlich wünschenswerte Netzneutralität, sondern die Entscheidung eines Marktteilnehmers. Ob es zweckdienlich ist, Kunden in die digitale Steinzeit zu drosseln (etwas anderes sind 348 KB/s wohl kaum), wird der Markt entscheiden.
Wenn das Unternehmen nun eigene Dienste von der Drosselung ausnimmt, dann wird das mit der Netzneutralität doch etwas schwierig.
Da hilft es nun nicht viel, dass die Drosselung nur als Möglichkeit und nicht vor 2016 angespriesen wird, für meinen Geschmack ist das unerheblich.
Ich kann nur hoffen, dass dies eine vorübergehende Verschlechterung der digitalen Versorgung ist, denn über kurz oder lang wird bei den immer weiter ansteigenden Datenmengen auch die jetzt angedachte Drosselung nicht den gewünschten Erfolg bringen, nämlich größere Investitionen in die Infrastruktur zu vermeiden.

Edit sagt: Unitymedia Kabel BW hat angekündigt, nicht nur nicht zu drosseln, sondern künftig 400 MBit/s anzubieten. Das hatte ich gehofft. Capitalism works, bitches!

Edit ergänzt noch ein paar kluge Gedanken und Ansätze Anderer zum Thema:

Was erlauben Krings?

In einem Artikel in der FAZ wird der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings mit den Worten zitiert: „Die Union steht weiterhin voll hinter dem Leistungsschutzrecht.“

Wenn er diese Worte so hat fallen lassen, dann ist dies entweder der Ausdruck massiver Unkenntnis der Stimmungslage in Teilen der Union – insbesondere bei denjenigen, die sich intensiver mit der Thematik befasst haben, ein Zeichen eines Wahrnehmungsdefizits oder die Unwahrheit.

Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr Mitglied der Union und stehe – aus guten Gründen – nicht hinter dem Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Ich halte es ganz im Gegenteil für kontraproduktiv, zukunftsfeindlich und ein Beispiel für von Partikularinteressen gesteuerte Politik.

Und jetzt stellt sich mein Parteifreund Krings hin und ignoriert nicht nur die weit überwiegenden Argumente gegen das LSR, sondern spricht mir und vielen anderen offenbar kraft eigener Arroganz auch noch die Mitgliedschaft in der Union ab. Ansonsten kann ja nicht die ganze Union hinter dem Leistungsschutzrecht stehen.

Leider nimmt es in vielen Diskussionen überhand, dass man sich heute als engagierter Parteiehrenamtlicher ignoriert oder diskreditiert fühlen muss, wenn aus ach so berufenem Munde wie dem eines Bundestagsabgeordneten inhaltliche Positionen verlautbart werden.  Den Hinweis, dass ich eine ganze Handvoll Berufspolitiker kenne, die weniger Zeit und Engagement in unbezahlte Politik stecken, als ich (und auch andere Ehrenamtler), kann ich mir übrigens nicht verkneifen.

Die Union spielt in der Diskussion um das Leistungsschutz um das Leistungsschutzrecht derzeit wie eine Flasche leer.

Ich habe fertig. Vielleicht bald wirklich.

Bloggen mit der Android-App

Den letzten Blogpopst zum Thema Pferdefleischskandal habe ich mit der Android-App geschrieben – während ich beim Friseur gewartet habe.

Ich muss sagen, das geht unerwartet gut von der Hand. Sicher können damit keine Textberge verfasst werden, aber für ein paar Gedanken reicht die App aus und ist ganz nett gemacht.

Leider habe ich den Beitrag die ersten beiden Stunden nur passwortgeschützt freigegeben, weil ich beim eingeben der Tags irgendwo abgerutscht bin. Das schreibe ich aber nicht der App zu, sondern meinen großen Händen und dem kleinen Handy-Display.

Ich für meinen Teil werde jetzt mehr kleine Pausen zum bloggen nutzen, sofern ich eine Idee habe, die sich gut umsetzen lässt in den paar Zeilen, die auf dem Handy gut zu tippen sind. Da ich demnächst mal dem Mainstream folgen werde und mir ein Tablet zuzulegen plane, kann ja auch der ein doer andere längere Text gebloggt werden.

Ernsthaft?

Zurzeit tobt der Pferdefleischskandal durch die deutsche Medienlandschaft, der Boulevard sieht sogar neue Horrormeldungen, als das Pferd im Döner bekannt wurde.
Ja, man sollte lückenlos aufklären und Regelungen finden, dass so etwas nicht erneut vorkommt. Aber dann ist auch gut. Es ist ja immer noch normales, essbares Fleisch und kein Rattengift. Das kann man kritisieren und für mehr Transparenz werben und nicht dauernd die selbe Sau durchs Dorf treiben.
Jetzt mal im Ernst: Mir fallen ein Dutzend Themen ein, die zwar weniger boulevardesk sind, aber doch viel relevanter.
Bin ich der Einzige, der das so sieht?