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Neueste Beiträge

Alle Texte vollständig und in zeitlicher Reihenfolge.

Athener Verhältnisse

In Athen ist ein 15-jähriger Junge aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Polizisten getötet worden. Dies ist schlimm und sollte aufgeklärt werden. Am Ende sollte dann ein Ergebnis stehen, dass die Umstände dieses Todes so klar wie möglich skizziert und daraus dann entsprechende Folgen erwachsen. Für die beteiligten Polizisten, für die Polizei als Ganzes, je nach Ergebnis und Ursache..

Was ich nicht verstehen kann, aber auch nicht will, ist, wie man solch ein tragisches Ereignis dazu missbrauchen kann, Gewalt, Angst und Zerstörung in mehreren Städten zu initiieren oder gar zu rechtfertigen. Diese Menschen haben nichts, aber auch gar nichts verstanden.

Halbzeit im Praktikum

Seit dem 03. November befinde ich mich im Rahmen meiner zu absolvierenden juristischen Pflichtpraktika in der Rechtsabteilung der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG, wohl eher bekannt als VHH. Kleiner Tipp: Wer das ganze jetzt noch nicht zuordnen kann, möge mal auf die Busse im Osten Hamburgs schauen, welche drei Buchstaben sich dort in Silber meist wiederfinden. Kurzum: Ein Konzernunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, welches im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) den östlichen Bereich von Hamburg und die umliegenden Kreise bedient. Wer näheres zur VHH AG wissen möchte, der sei gerne auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag verwiesen.
Vor meiner Bewerbung war ich etwas am zweifeln, ob ich, der nie wirklich Spaß an Zivilrecht hatte, gleich in eine Rechtsabteilung gehen sollte, die schließlich eine Unternehmensgruppe mit knapp 1600 Mitarbeitern betreut.
Aber ich muss sagen, dass ich diese Entscheidung nach der Hälfte der Zeit noch nicht im Ansatz bereut habe, ganz im Gegenteil. Ich habe festgestellt, dass ich mich doch schneller als erwartet in für mich neue und spezielle Rechtsgebiete einarbeiten kann, als Beispiel sei hier das Internationale Privatrecht mit Hinblick auf die speziellen Anforderungen Dänemarks genannt.
Was mich vor allem in der Konzernjuristerei reizt, ist der Anspruch, Probleme im Vorwege kreativ zu erkennen und zu helfen, diesen aus dem Weg zu gehen. Im Studium geht es meist um Fälle, die aus der Retrospektive betrachtet werden und bei denen die Kreativität darin endet, interessante Begründung die eigene Meinung zu finden. Hier darf man manchmal etwas um die Ecke denken, muss aber auch den Ansprüchen des privatwirtschaftlich organisierten Unternehmens gerecht werden. Dieses Spannungsfeld ist sehr interessant.
Aus rein juristisch-theoretischer Sicht bewertet man Dinge meist anders, als es in der Praxis umzusetzen möglich wäre. 
Neben den Anforderung meiner Tätigkeit an sich sind aber auch alle Rahmenbedingungen hier sehr gut: Nette Kollegen, flexible Arbeitszeiten, annehmbare Arbeitswege und ein schönes Büro (Bild folgt).

Jeder kommt mal dran

Die SPD hat im Bundestagswahlkreis 10 (Stormarn Süd / Lauenburg) ihre Kandidatin gekürt. Dies ist ihr gutes Recht. Als Ergebnis wird im Wahlkreis Gesa Tralau aus Hamberge kandidieren. Nun kannte ich zufällig den Namen, weil ich schon mal mit ihr kurz mal zu tun hatte, aber grundsätzlich eher eine unscheinbare Kandidatin. Zumindest hatte ich, obgleich sicherlich überdurchschnittlich politisch interessiert, ansonsten von ihr noch nichts mitbekommen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass sie aus Harmberge kommt. Ich wollte ja nicht ausschließen, das ich irgendwo im Süden Stormarn evtl. diesen Ort übersehen habe, aber dies war nicht der Fall. Nach einem Blick die omnipotente Wikipedia offenbarte sich mir, dass Hamberge zum Amt Nordstormarn gehört. Und Nordstormarn hört sich auf den ersten Blick schon anders an als Stormarn-Süd. Tja, da hat die SPD wohl keinen Bewerber aus dem Wahlkreis nominiert. Ist ja nicht schlimm. Es gibt ja schließlich nur knapp 230.000 Menschein in diesem Wahlkreis…

Vielleicht hat diese Bewerberlage auch damit zu tun, das bei Nominierungsversammlung lediglich knapp 80 Delegierte anwesend waren trotz Kampfkandidatur, während im Oktober bei der CDU ohne Gegenkandidaten knapp 180 Delegierte ihr Kreuz machten.

Das Zitat „Wir setzen auf Sieg“, welches dem lauenburgischen SPD-Chef zugeschrieben wird, wirkt nach dieser Vorstellung auf mich eher wie ein trotziges Aufbäumen.

Irgendwie zeichnet sich bei der SPD eine gewissen Tendenz ab: Zuerst Thorsten Schäfer-Gimp…, äh Gümbel, dann Gesa Tralau. Auch wenn ich weiss, es ist gegenüber Frau Tralau nicht fair, aber dieser Vergleich bietet sich geradezu an.

Ich persönlich gehe auf jeden Fall noch zuversichtlicher in den Wahlkampf als ich es bisher ohnehin schon gewesen wäre.