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Neueste Beiträge

Alle Texte vollständig und in zeitlicher Reihenfolge.

Vor 10 Jahren: Good Morning, Afghanistan

Vor genau zehn Jahren bin ich damals im Camp Warehouse aus dem TPz Fuchs gestiegen. Hinter mir lagen 5.000 Kilometer Luftlinie mit Zwischenstops in Köln und Termez. Vor mir lag ein knappes halbes Jahr als Teil des 5. deutschen Einsatzkontingentes der ISAF-Kräfte in Afghanistans Hauptstadt.

Patrick in Afghanistan

Natürlich gäbe es vieles zu berichten und zu erzählen – vom nicht mehr fahrtüchtigen Wolf und der fehlenden Funkverbindung, von halsbrecherischen Fahrten mit Sichtweiten unter einem Meter im Sandsturm, von der ARD-Praktikantin auf meinem Beifahrersitz, vom Sprint durchs ganze Lager nach Mörserbeschuss, von atemberaubenden Landschaften und gastfreundlichen Menschen – aber man macht als Einsatzheimkehrer relativ schnell eine Erfahrung: Diejenigen, die nicht selbst dort waren, können vieles nicht nachvollziehen. Oder zumindest ist es für sie schwierig, die Wertigkeit dieser Erfahrungen zu verstehen. Im übrigen lassen sich viele dieser Geschichten schlecht verbloggen und eignen sich eher für einen gemütlichen Abend in lauschiger Runde.

Für viele Veteranen ist der Einsatz ein sehr prägendes Erlebnis. Selbst diejenigen, die – wie ich glücklicherweise – davon verschont wurden, nach dem Einsatz private Probleme in der Beziehung bis hin zur Scheidung zu haben oder an PTBS erkrankt sind, werden ihre Zeit im Einsatz sicher nicht vergessen.

Aber wenn ich ein Resümee ziehen sollte, wäre es wohl dieses: Es war eine interessante Zeit, lehrreich und voller Erfahrungen. Sie war die Umsetzung dessen, wofür man als Soldat ausgebildet wurde: Man konnte seine Kenntnisse und Fähigkeiten in einer konkreten Verwendung unter Beweis stellen. Und auch wenn ich weiss, dass viele meiner Kameraden dies anders sehen: Ich habe Afghanistan als ein schönes und facettenreiches Land kennen gelernt und seine Bewohner als interessante und gastfreundliche Menschen. Irgendwann will ich daher nochmal in dieses Land reisen. Nur wann, bleibt abzuwarten.

In diesem Sinne: Khoda Hafez!

Das fängt ja gut an…

… und damit meine ich das Jahr 2014. Der erste Monat ist noch nicht ganz rum und doch haben sich bei mir schon jetzt viele Dinge verändert, die ich so nicht erwartet hatte. Nicht alles war im ersten Moment positiv, hat sich aber im Nachhinein als Chance herausgestellt, die ich sonst sicher nicht gesehen hätte und die ich zu nutzen gedenke.  Wenn das Jahr auch nur ansatzweise so weiter geht, wie es begonnen hat, wird das ein spannendes und reichhaltiges Jahr. Ich bin gespannt.

Hamburger StuPa-Wahlen – Spaß und Spannung!

An der Uni Hamburg fanden mal wieder Wahlen zum StuPa statt. Das Studierendenparlament – so die Langbezeichnung – ist das höchste Beschlussgremium der Verfassten Studierendenschaft. Während der Gedanke hinter studentischer Selbsterverwaltung ein sehr ehrenwerter ist, weicht die konkrete Umsetzung manchmal etwas ab.

Ich für meinen Teil dufte selbst zwei Semester Mitglied des StuPas an der Uni Hamburg sein und durfte diverse Erfahrungen machen, die ich damals auch unter dem Tag „StuPa“ verbloggt habe.

Bevor es allerdings zur eigentlichen Arbeit im StuPa geht, müssen erstmal die Ergebnisse ausgezählt werden. Bei der diesjährigen Auszählung kam es zu soviel Ungereitmheiten und Chaos, dass die Auszählung abgebrochen wurde.

Bin ich eigentlich der Einzige, der wenig Verständnis dafür hat, wenn bei der Auszählung der Ergebnisse soviel Alkohol fliesst, dass die Auszählenden nicht mehr in der Lage sind, ihrer Aufgabe nachzukommen? Von dem Chaos bei der Wahl und einem versuchten tätlichen Angriff, wie im Bericht zu lesen ist, ganz zu schweigen.

Es geht ja nun nicht um eine Klasensprecherwahl, sondern um das StuPa, welches den AStA wählt. Und der hat einen Haushalt von fast 900.000,- €, von denen über 800.000,- direkt von den Studierenden gezahlt werden.

Angesichts solcher Vorkommnisse sollte man den Studenten wirklich freistellen, der Verfassten Studierendenschaft beizutreten anstatt sie wie heute zu Zwangsmitgliedern zu machen. In dieser Form ist das nur noch eine Farce.

Edit sagt: Es hat wohl mittlerweile am Abend des 22.01. eine erfolgreiche Nachzählung stattgefunden. Unter notarieller Aussicht. Begonnen am Vormittag. Ohne Alkohol (soweit ich weiß). Ohne Handgreiflichkeiten. Geht doch.

Ein stolzer Ironblogger

Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt (oder einfach durchs Archiv blättert) wird immer wieder Phasen unterschiedlicher Aktivität finden: Von mehren Beiträgen in einer Woche bis hin zu mehrmonatiger Ruhe. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Und da ich ab und an ein wenig Rückendeckung in meinem Kampf gegen den inneren Schweinehund brauche, habe ich mich den Ironbloggern Hamburg angeschlossen.
Ziel der Ironblogger-Bewegung ist es, sich selber unter Druck zu setzen. Und es hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man über andere Blogs stolpert, die sehr lesenswert sind und die eigene Blogroll erweitert. Als „Strafe“ für bloggerische Faulheit drohen 5 € in die Gemeinschaftskasse, aus der in der Hamburger Gruppe sogar ein Teil des Geldes für wohltätige Zwecke gespendet wird und nur der Rest für ein geselliges Beisammensein draufgeht. Für weitere Infos seien allen Interessierten die Regeln der Ironblogger Hamburg ans Herz gelegt.

Gleich zu Beginn hat es mich schon erwischt: Während ich auf eine E-Mail oder sonstige Nachricht bezüglich meiner Freischaltung wartete, lief meine erste Ironblogger-Woche ohne einen Beitrag meinerseits ab. Und promt kam, was kommen musste:

Das fängt ja gut an. Meinen letzten Blogpost davor hatte ich dankswerterweise 2 (in Worten: zwei) Minuten zu früh gepostet. Hilft nix, ist Ansporn für die kommende Zeit.